Die Welt zieht sich zu: Die einen treibt es in die heimischen Wände, den Rest besorgt Amazon. Biedermeier is back. Die anderen suchen Halt im Salon, im Club, im Kaffeehaus, im Keller, in der Konzerthalle oder an der Straßenecke, im Miteinander, um Strategien des Dagegenhaltens zu ersinnen: gegen das Extreme, das den öffentlichen Raum beherrscht. Kurzum: gegen den Hass. Doch: Wo anfangen? Welche Strategie passt am besten in welche Situation? Welche ist am effektivsten, subversivsten, liebevollsten, schönsten oder buntesten? Welche Haltung sorgt bei den Falschen für die größte Irritation und bei den Richtigen für das wärmste Gefühl von Liebe und Mitmenschlichkeit.

Das Handbuch für prekäre Zeiten ist ein Leitfaden zur Unter- und Durchwanderung der Gegenwart. Gemäß dem Bukowskischen Kredo „What matters most is how well you walk through the Fire“ versammelt Stefanie Roenneke in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgenossenschaft IFZ Wissenswertes, Anekdoten- reiches und vor allem Handhabbares zu verschiedenen Formen des Widerstands aus mehreren Jahrhunderten: politisch, sozial, sexuell und ästhetisch.

Mit Glossar und Personenregister sowie den herausnehmbaren Faltblättern „Lösung Liebe“ und „Wie erkenne ich das Arschloch in der Nachbarschaft?“.

Kommentar: Samira El Ouassil.

Im Erscheinen, 2019.

© Cover: Raoul Coutard